Spinnenseide zur Wundheilung für Silikonimplantate

Spinnenseide zur Wundheilung für Silikonimplantate

Spinnenseide ist ein natürliches Wundheilmittel, dessen Heilwirkung erst in jüngster Zeit auch in der Medizin Einzug hält. Den filigranen Spinnfäden werden viele positive Eigenschaften nachgesagt. So wirkt Spinnenseide beispielsweise entzündungshemmend und hat eine antibakterielle Wirkung. Ebenso vielfältig sind dann auch die medizinischen Einsatzbereiche, die von Wundheilung für Silikonimplantate zur Versorgung von Wunden aller Art reichen.

Schon lange wird mit Spinnenseide in den Biolabors experimentiert. So ist es heute auch möglich, die „Seide“ von Spinnen auf synthetische Weise herzustellen. Einer der wichtigsten Bestandteile ist Spidroin, ein natürliches Protein mit antiseptischer Wirkung. Außerdem verfügt Spinnenseide über eine spezielle, sehr glatte Oberfläche, auf der Bakterien oder andere Fremdstoffe nur sehr schlecht haften bleiben.

Mittlerweile ist die Forschung so weit vorgedrungen, dass medizinische Spinnenseide mit besonderen Eigenschaften entwickelt werden kann. So kann vorher festgelegt werden, welche Strukturen sich auf der Oberfläche ablagern können und welche sofort abgestoßen werden. Dies lässt die Seidenfäden von Spinnen so interessant für Brustoperationen werden, bei denen Silikonimplantate zum Einsatz kommen.

Mehr Verträglichkeit mit Spinnenseide für Silikon Implantate

Werden Silikon Implantate oder Implantate anderer Art in den menschlichen Körper eingesetzt, so entsteht eine ganz dünne Hülle aus Bindegewebe. Dies ist eine natürliche Schutzreaktion des Körpers, um sich gegen Fremdkörper zu schützen. Normalerweise stellt diese Schutzhülle kein Problem dar, doch bei Brustkrebspatientinnen entwickelt sich in den meisten Fällen eine schmerzhafte Kapselfibrose. Und, genau an diesem Punkt kommt die Spinnenseide ins Spiel.

Einsatz von Silikonimplantaten

Werden die Silikon Implantate mit Spinnenseide ummantelt, steigert das die Verträglichkeit der Implantate. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass die Spinnenseide für Silikonimplantate eine zu glatte Oberfläche für die Bildung einer dicken Bindegewebeschicht aufweist. Tests haben gezeigt, dass es zwar immer noch zur Bildung einer Kapselfibrose kommt, aber in stark abgemilderter Form. Gleichzeitig konnte eine erhebliche Reduzierung der Entzündungsmarker im Blut nachgewiesen werden.

Bislang ist die Spinnenseide für Silikonimplantate nur bei tierischen Probanden erforscht worden, doch die Tests an menschlichen Versuchspersonen stehen bevor. So könnte es schon bald sein, dass eine völlig neue Generation an Implantaten vorgestellt wird, die sehr gut verträglich ist und ein deutlich geringeres Risiko für eine Kapselfibrose mit sich bringt.

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